24 Sep 2026

GGL fordert anpassungsfähigeren Regulierungsrahmen bei der GlüStV-2021-Überprüfung

GGL-Mitarbeiter bei der Überwachung von Online-Glücksspielaktivitäten in Deutschland

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat im Rahmen der laufenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 einen flexibleren Regulierungsansatz vorgeschlagen, weil Aufsicht und Vollzug mit technologischen Entwicklungen, neuen Geschäftsmodellen sowie illegalen Angeboten Schritt halten müssen, und zwar während die Behörde zugleich auf fünf Jahre Tätigkeit zurückblickt.

Prohibitionsverfahren sind dabei von 68 Fällen im Jahr 2022 auf 287 Fälle im Jahr 2025 gestiegen, während bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Websites unzugänglich gemacht wurden, und eine wissenschaftliche Kanalisierungsstudie zeigt, dass etwa 77 Prozent des deutschen Online-Glücksspielmarkts im Jahr 2024 über regulierte Kanäle liefen.

Aktueller Stand der Evaluierung und regulatorische Anpassungen

Im September 2026 läuft die Überprüfung des GlüStV 2021 auf Hochtouren, und die GGL hat in diesem Prozess konkrete Vorschläge eingebracht, die auf eine dynamischere Anpassung der Aufsichtsmechanismen abzielen, weil sich die Branche durch neue Technologien und Geschäftsmodelle ständig verändert, während illegale Aktivitäten parallel zunehmen.

Behördenvertreter betonen, dass starre Regelwerke nicht mehr ausreichen, um zeitnah auf Entwicklungen wie neue Zahlungssysteme oder grenzüberschreitende Plattformen zu reagieren, und sie verweisen dabei auf die gesammelten Erfahrungen der letzten fünf Jahre, in denen die Zahl der Verfahren deutlich zugenommen hat.

Entwicklung der Vollzugsmaßnahmen seit 2022

Die Statistik der GGL zeigt einen klaren Anstieg bei den Prohibitionsverfahren, die von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 gewachsen sind, und dieser Zuwachs spiegelt die zunehmende Aktivität bei der Bekämpfung illegaler Angebote wider, während gleichzeitig 1843 illegale Websites bis Ende 2025 blockiert wurden.

Experten der Behörde führen diese Zahlen auf eine verbesserte Zusammenarbeit mit Internetdienstleistern und eine effizientere Identifikation von Verstößen zurück, und sie stellen fest, dass die Maßnahmen dazu beitragen, den illegalen Markt einzugrenzen, ohne dabei auf die Ergebnisse der Kanalisierungsstudie zu verzichten, die für 2024 einen Regulierungsanteil von rund 77 Prozent ermittelt hat.

Diagramm zur Entwicklung illegaler Glücksspiel-Websites und Regulierungsmaßnahmen in Deutschland

Erkenntnisse aus der Kanalisierungsstudie

Die wissenschaftliche Untersuchung zur Kanalisierung des Marktes ergab, dass im Jahr 2024 etwa 77 Prozent des Online-Glücksspiels über lizenzierte Anbieter abgewickelt wurden, und diese Quote wird von der GGL als Indikator für den Erfolg der bisherigen Regulierung gewertet, auch wenn weitere Anpassungen notwendig erscheinen, um den Anteil weiter zu stabilisieren oder auszubauen.

Die Studie berücksichtigt dabei sowohl Sportwetten als auch Casino-Angebote und liefert Daten, die in die laufende Evaluierung des GlüStV 2021 einfließen, während die Behörde gleichzeitig aufzeigt, wie sich illegale Plattformen durch gezielte Sperrungen zurückdrängen lassen.

Technologische und geschäftliche Herausforderungen

Die GGL hebt hervor, dass neue Technologien wie Kryptowährungen oder KI-gestützte Marketingtools die Aufsicht vor zusätzliche Aufgaben stellen, und sie fordert deshalb Regelungen, die schneller auf solche Entwicklungen reagieren können, ohne die bestehenden Schutzziele des GlüStV 2021 zu gefährden.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Behörde gelernt, dass ein zu starres System Lücken offenlässt, die von illegalen Anbietern genutzt werden, und die gestiegenen Verfahrenszahlen von 68 auf 287 belegen, wie intensiv die Arbeit inzwischen geworden ist, während die Blockade von 1843 Websites zeigt, welche Dimension die Durchsetzung inzwischen erreicht hat.

Ausblick auf die weitere Umsetzung

Die laufende Überprüfung des GlüStV 2021 bietet nun die Möglichkeit, die von der GGL vorgeschlagenen Anpassungen zu prüfen und umzusetzen, und Beobachter erwarten, dass die Kombination aus flexibleren Regeln und fortgesetzter Vollzugstätigkeit den regulierten Markt weiter stärken wird.

Daten aus der Kanalisierungsstudie sowie die Vollzugszahlen bilden dabei die Grundlage für künftige Entscheidungen, und die Behörde setzt darauf, dass eine modernisierte Aufsicht auch künftig mit der Entwicklung des Marktes Schritt halten kann.

Conclusion

Die GGL hat mit ihren Forderungen nach einem anpassungsfähigeren Rahmen und den vorgelegten Zahlen zu Verfahren, Website-Sperrungen sowie Kanalisierungsquote einen klaren Beitrag zur Evaluierung des GlüStV 2021 geleistet, und die Entwicklungen bis September 2026 werden zeigen, inwieweit diese Vorschläge Eingang in die Praxis finden.